DGUV Erste-Hilfe-Kurs für Kitas & Schulen




























Ihr Praxis-Leitfaden
Dowmload: DGUV Broschüre zum Thema
Ein DGUV Erste-Hilfe-Kurs kann in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen den entscheidenden Unterschied machen, wenn jede Sekunde zählt! Sind Sie als Verantwortliche in Kita oder Schule auf Notfälle mit Kindern wirklich vorbereitet? Die Statistik zeigt: Jährlich ereignen sich tausende Unfälle in deutschen Bildungseinrichtungen, und die richtige Erste-Hilfe-Maßnahme in den ersten Minuten ist oft ausschlaggebend für den Heilungsverlauf.
Wir wissen, dass Kinder besondere Patienten sind und deshalb auch spezielle Erste-Hilfe-Kenntnisse erfordern. Ein Erste-Hilfe-Kurs Schule unterscheidet sich wesentlich von allgemeinen Kursen, da er auf die anatomischen und physiologischen Besonderheiten von Kindern eingeht. Deshalb haben wir diesen praktischen Leitfaden entwickelt, der speziell auf die Anforderungen in Betreuungseinrichtungen zugeschnitten ist. Von lebensrettenden Sofortmaßnahmen bei Bewusstlosigkeit bis hin zum richtigen Umgang mit Verletzungen und Erkrankungen – als erfahrener Anbieter von DGUV Erste-Hilfe-Kursen vermitteln wir Ihnen das notwendige Wissen, um im Notfall sicher handeln zu können.
In diesem umfassenden Praxis-Leitfaden führen wir Sie Schritt für Schritt durch alle wichtigen Aspekte der Ersten Hilfe in Bildungseinrichtungen. Zusätzlich erklären wir die Besonderheiten bei der Versorgung von Kindern und geben konkrete Handlungsanweisungen für häufige Notfallsituationen. Denn eines ist klar: Bei der Ersten Hilfe zählt jede Minute – vor allem wenn es um unsere Kleinsten geht!
Grundlagen der Ersten Hilfe in Bildungseinrichtungen
Die Grundlagen der Ersten Hilfe bilden das Fundament für sicheres Handeln in Notfallsituationen. Besonders in Kitas und Schulen, wo wir täglich mit der Betreuung von Kindern betraut sind, müssen wir auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet sein. Als Ersthelfer tragen wir eine besondere Verantwortung, die weit über das bloße Wissen hinausgeht.
Aufgaben des Ersthelfers: Verantwortung übernehmen

Maßnahmen:
- Sofort handeln, Hilfe leisten
- Eigene Sicherheit beachten
- Notruf 112 absetzen
- Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchführen
Eigenschutz: Sicherheit hat Vorrang
Leitsatz: Eigene Sicherheit geht vor – Aufsicht wahren
Maßnahmen:
- Umgebung überblicken, Gefahren erkennen
- Kinder sichern/übergeben, Hilfe organisieren
- Warnweste anlegen, Abstand halten
- Keine Hilfeleistung bei Eigengefährdung
Absichern & Notruf: Richtig reagieren im Ernstfall
Leitsatz: Erst sichern, dann Hilfe rufen
Maßnahmen:
- Unfallstelle absichern (Umfeld/Klasse/Gruppe)
- Interne Alarmkette nutzen, dann 112
- Notruf 112 absetzen
- Rettungskette in Gang setzen
Rettungskette verstehen und anwenden
Leitsatz: Erste Hilfe ist Teil einer Kette – jeder Schritt zählt
Maßnahmen:
- Eigenschutz und Absichern
- Lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen
- Notruf absetzen
- Weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden
- Übergabe an Rettungsdienst, Elterninformation über Einrichtung
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen: Besonderheiten beachten

Maßnahmen:
- Höherer Kehlkopf, größere Zunge, Säuglinge Nasenatmer
- Größerer Kopf, rasches Auskühlen
- Puls/Atmung schneller – Maßnahmen anpassen
Bewusstlosigkeit und Atmung bei Kindern richtig einschätzen
Bei bewusstlosen Kindern zählt jede Sekunde – das richtige Einschätzen von Bewusstsein und Atmung kann lebensrettend sein. Gerade in Bildungseinrichtungen müssen wir schnell und sicher handeln können, um die richtigen Maßnahmen einzuleiten. In unserem DGUV Erste-Hilfe-Kurs lernen wir, wie wir in solchen Situationen vorgehen sollten.
Bewusstsein prüfen: Anschauen – Ansprechen – Anfassen
Leitsatz: Anschauen – Ansprechen – Anfassen
Symptome:
- Keine Reaktion trotz Ansprache
- Keine Bewegung
- Augen geschlossen oder starr
Maßnahmen:
- Kind ansprechen, vorsichtig berühren
- Säugling: Fußsohle stimulieren, nicht schütteln
- Keine Reaktion → Atmung prüfen
Atmung prüfen bei Säuglingen und Kindern
Leitsatz: Neutral bei Säuglingen – leicht überstrecken bei Kindern
Symptome:
- Keine sichtbaren Atembewegungen
- Keine hör-/fühlbare Atmung
Maßnahmen:
- Säugling <1 J: Kopf Neutralposition, kein Überstrecken
- Kind >1 J: Kopf leicht überstrecken, Kinn anheben
- Sehen – Hören – Fühlen max. 10 Sekunden
- Ergebnis dokumentieren: normale vs. keine/abnorme Atmung
Stabile Seitenlage bei Kindern
Leitsatz: Atmung sichern – Atemwege freihalten
Symptome:
- Bewusstlos, aber normale Atmung
Maßnahmen:
- Arm 1 des Betroffenen anwinkeln, Arm 2 auf die Schulter
- Gegenüberliegendes Bein aufstellen
- Person vorsichtig zur Seite rollen
- Kopf überstrecken, Mundöffnung nach unten
- Atmung regelmäßig kontrollieren
Seitenlage bei Säuglingen
Leitsatz: Sicher seitlich lagern – Neutralposition halten
Symptome:
- Bewusstlos, atmet normal
Maßnahmen:
- Säugling vorsichtig in Seitenposition
- Kopf in Neutralposition, Mund tiefster Punkt
- Atemwege frei, warmhalten
- Atmung regelmäßig kontrollieren
Reanimation und AED-Einsatz bei Kindern
Im Notfall kann eine korrekt durchgeführte Reanimation bei Kindern den entscheidenden Unterschied machen. Wir als Betreuende in Kitas und Schulen müssen daher wissen, wie wir im Fall eines Herz-Kreislauf-Stillstands schnell und richtig handeln. Unser DGUV Erste-Hilfe-Kurs vermittelt genau dieses lebenswichtige Wissen.
Herz-Kreislauf-Stillstand erkennen
Leitsatz: Keine Atmung, keine Reaktion – sofort handeln
Symptome:
- Bewusstlosigkeit
- Keine normale Atmung
- Keine Lebenszeichen
Maßnahmen:
- Reanimation sofort beginnen
- AED holen lassen
- Notruf 112 sicherstellen
Reanimation altersgerecht durchführen
Leitsatz: Erst beatmen, dann drücken
Symptome:
- Bewusstlos, keine normale Atmung
Maßnahmen:
- 5 initiale Atemspenden
- Allein: 30 Kompressionen : 2 Beatmungen
- Zu zweit: 15 : 2
- Drucktiefe ≈ 1/3 Brustkorb, Frequenz 100–120/min
- Beatmung wichtig; wenn nicht möglich → nur drücken
AED richtig anwenden bei Kindern
Leitsatz: Kinder-Pads bevorzugt – Anweisungen folgen
Symptome:
- Herz-Kreislauf-Stillstand erkannt
Maßnahmen:
- AED einschalten
- Kinder-Elektroden wie gezeigt anbringen
- Keine Kinder-Pads? → Erwachsenenelektroden mit Abstand
- Kleiner Brustkorb: vorn–hinten kleben
- Gerät spricht Anweisungen
- Reanimation ohne Unterbrechung fortsetzen
Notruf 112 im Kinderumfeld korrekt absetzen
Leitsatz: Ruhe bewahren – Leitstelle fragt alles ab
Maßnahmen:
- 112 europaweit, kostenlos
- Ort/Raum/Gruppe nennen, Anzahl der Betroffenen
- Fragen beantworten, nicht auflegen
- Parallel: Aufsicht über restliche Kinder sicherstellen
Erkrankungen mit akuter Lebensgefahr
Auch über Reanimation hinaus müssen wir als Betreuungspersonen akute lebensbedrohliche Erkrankungen erkennen können. In unserem DGUV Erste-Hilfe-Kurs lernen wir, wie wir diese Notfälle richtig einschätzen und handeln können, bis professionelle Hilfe eintrifft.
Herzinfarkt: Brustschmerz ernst nehmen
Leitsatz: Brustschmerz ist ein Notfall
Symptome:
- Druck/Enge in der Brust
- Ausstrahlung in Arm, Rücken oder Kiefer
- Blässe, Schweiß, Übelkeit
- Angstgefühl
Maßnahmen:
- Oberkörper hochlagern, Kleidung öffnen
- Beruhigen, nicht allein lassen
- Notruf 112 sofort absetzen
- Vitalfunktionen beobachten, ggf. Reanimation
Schlaganfall erkennen mit FAST
Leitsatz: Jede Minute zählt
Symptome (FAST):
- Face: hängender Mundwinkel
- Arm: einseitige Schwäche/Lähmung
- Speech: Sprach-/Sprechstörung
- Time: sofort 112
Maßnahmen:
- 112 sofort
- Oberkörper leicht hoch
- Nichts essen/trinken
- Überwachen
Krampfanfall und Fieberkrampf unterscheiden
Leitsatz: Verletzungen verhindern – nicht festhalten
Symptome:
- Zuckungen, Bewusstseinsstörung
- Zungenbiss möglich
Maßnahmen:
- Umgebung sichern
- Nichts in den Mund geben
- Nach Anfall Seitenlage
- 112 bei erstem/langem Anfall
Fieberkrampf
Leitsatz: Häufig im Kleinkindalter – ruhig handeln
Symptome:
- Krampf bei Fieberanstieg
- Bewusstsein gestört
Maßnahmen:
- Verletzungen verhindern, Kleidung lockern
- Nichts in den Mund geben
- Nach Krampf Seitenlage, Atmung prüfen
- Ärztliche Abklärung/112 bei Unsicherheit
Atemnot und allergische Reaktionen
Atemnotfälle gehören zu den bedrohlichsten Situationen in Betreuungseinrichtungen und erfordern schnelles, sicheres Handeln. In unserem DGUV Erste-Hilfe-Kurs lernen wir, diese kritischen Situationen zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Asthmaanfälle bei Kindern
Leitsatz: Atemnot ernst nehmen
Symptome:
- Pfeifende Atmung, Kurzatmigkeit
- Unruhe, Angst
Maßnahmen:
- Aufrecht hinsetzen, beruhigen. Lippenbremse anwenden
- (EIGENEN) Inhalator mit anwenden lassen
- 112 bei keiner Besserung
Anaphylaxie: allergischer Schock
Leitsatz: Allergischer Schock – schnell handeln
Symptome:
- Juckreiz, Schwellung Gesicht/Hals
- Atemnot, Schwindel
Maßnahmen:
- Sofort 112
- Lagerung: Atemnot → Oberkörper hoch; Kreislauf → flach/Beine hoch
- (EIGENEN) Adrenalin-Autoinjektor (kindgerechte Dosis), Zweitdosis bereithalten
- Überwachen, Reanimation vorbereiten
Fremdkörper in den Atemwegen
Leitsatz: Erst husten lassen – dann gezielt handeln
Symptome:
- Keine/kaum Luft, kein Sprechen/Weinen
- Blauverfärbung, Griff an den Hals
Maßnahmen:
- Husten ermutigen
- Kind >1 J: 5 Rückenschläge → 5 Oberbauchkompressionen, im Wechsel
- Säugling <1 J: 5 Rückenschläge → 5 Bruststöße, im Wechsel
- Kein blindes Ausräumen; früh 112
- Bewusstlos → CPR beginnen
Stoffwechsel, Blutungen und Verletzungen
Neben Atemwegs- und Herznotfällen begegnen uns in Bildungseinrichtungen häufig Stoffwechselprobleme und Verletzungen. Unser DGUV Erste-Hilfe-Kurs vermittelt das notwendige Wissen, um auch bei diesen Notfällen richtig zu handeln.
Unterzuckerung bei Typ-1-Diabetes
Leitsatz: Schneller Zucker hilft schnell
Symptome:
- Blässe, Schweiß, Zittern
- Verwirrtheit, Benommenheit
Maßnahmen:
- Schnellzucker geben (Saft, Traubenzucker)
- Bei Bewusstseinstrübung: nichts geben, Seitenlage
- 112 bei keiner Besserung
Blutungen und Schock erkennen
Leitsatz: Blutung stillen – Wärme erhalten
Symptome:
- Sichtbare Blutung
- Blass, kaltschweißig, unruhig
Maßnahmen:
- Direkter Druck, Verband/Druckverband
- Wärmeerhalt: Decke, Zugluft vermeiden
- 112 bei stärkerer Blutung
Knochenbrüche und Gelenkverletzungen
Leitsatz: Schonhaltung respektieren
Symptome:
- Schmerzen, Schwellung
- Fehlstellung, Schonhaltung
Maßnahmen:
- Ruhigstellen, nicht korrigieren
- Offene Brüche steril abdecken
- 112 bei schweren Verletzungen
Verbrennungen und Verätzungen
Leitsatz: Kühlen und schützen
Symptome:
- Rötung, Blasen, Schmerzen
- Verbrühung häufig bei heißen Flüssigkeiten
Maßnahmen:
- 10–15 Min. kühlen wenn Wunde geschlossen (Wasser, kein Eis)
- Nasse/chemisch kontaminierte Kleidung entfernen
- Verätzungen: lange spülen (Haut/Auge)
- Steril abdecken ab Blasenbildung, 112 bei größeren Arealen
Bei Verätzungen durch Chemikalien spüle ich besonders lange mit viel Wasser – bei Augenverätzungen mindestens 10 Minuten vom inneren zum äußeren Augenwinkel. Nasse oder kontaminierte Kleidung entferne ich vorsichtig, um weitere Schäden zu vermeiden.
Der Notruf 112 ist immer dann angezeigt, wenn die Verbrennung größer als die Handfläche des Kindes ist, Gesicht, Hände, Füße oder Genitalien betroffen sind oder wenn es sich um eine Verätzung handelt.
Unser DGUV Erste-Hilfe-Kurs für Betreuungseinrichtungen vermittelt nicht nur theoretisches Wissen zu diesen Verletzungen, sondern trainiert auch die praktischen Fertigkeiten, damit wir im Notfall souverän handeln können.
Kopfverletzungen, Vergiftungen und Zahnunfälle
In Betreuungseinrichtungen zählen Kopfverletzungen, Vergiftungen und Zahnunfälle zu den Notfällen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Unser DGUV Erste-Hilfe-Kurs vermittelt das nötige Wissen, um in diesen speziellen Situationen richtig zu handeln und mögliche Folgeschäden zu minimieren.
Kopfverletzungen bei Kindern: Warnzeichen
Leitsatz: Frühzeitig den Notruf wählen
Symptome:
- Wiederholtes Erbrechen
- Schläfrigkeit
- Wesensveränderung
- Kopfschmerz, Schwindel
Maßnahmen:
- Ruhig lagern, engmaschig beobachten
- Nichts essen/trinken
- Bewusstlosigkeit → Seitenposition (Säugling) / Seitenlage (Kind)
- Sofort 112 bei Warnzeichen
Vergiftungen richtig behandeln
Leitsatz: Richtig reagieren – nichts einflößen
Symptome:
- Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerz
- Schwindel, Bewusstseinsstörung
Maßnahmen:
- Kein Erbrechen auslösen, keine Milch
- Giftnotruf (z. B. 030 19240) bei Verdacht ohne Symptome
- 112 bei Symptomen
- Verpackung/Reststoffe bereithalten
- Seitenlage bei Bewusstlosigkeit
Zahnunfall: Zahn retten durch richtige Lagerung
Leitsatz: Zahn feucht lagern – schnell handeln
Symptome:
- Ausgeschlagener Zahn/Fragment
Maßnahmen:
- Zahn nicht trocken lagern, nicht reinigen
- In H-Milch oder Zahnrettungsbox feucht halten
- Rasch zahnärztlich vorstellen
Organisation, Ausstattung und Wiederholung
Der organisatorische Rahmen eines DGUV Erste-Hilfe-Kurses ist ebenso wichtig wie die medizinischen Maßnahmen selbst. Neben der praktischen Anwendung von Erste-Hilfe-Techniken müssen wir in Bildungseinrichtungen zusätzlich administrative und rechtliche Aspekte beachten.
Aufsichtspflicht, Elterninformation und Dokumentation
Leitsatz: Organisation klärt, wer wann informiert wird
Maßnahmen:
- Aufsicht sichern/übergeben
- Erste Hilfe dokumentieren (Verbandbuch/Meldeblock)
- Erziehungsberechtigte über Einrichtung informieren
Erste-Hilfe-Ausstattung in Kita & Schule
Leitsatz: Gute Ausstattung rettet Zeit und Nerven
Maßnahmen:
- Verbandkasten nach DIN, Kühlkompressen
- Handschuhe, Beatmungshilfe, ggf. Zahnrettungsbox
- Kinder-AED-Pads bereit halten, wenn AED vorhanden
Wiederholung und Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse
Leitsatz: Übung schafft Sicherheit
Maßnahmen:
- Erste-Hilfe-Kurse alle 2 Jahre auffrischen
- Notfallplan in jeder Gruppe kennen
- Jede Hilfe zählt – nicht helfen ist der einzige Fehler
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein DGUV Erste-Hilfe-Kurs für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen weit mehr als nur eine gesetzliche Pflicht darstellt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine lebenswichtige Investition in die Sicherheit der uns anvertrauten Kinder. Jede Minute zählt bei einem Notfall, und daher müssen wir als Betreuungspersonen jederzeit bereit sein, richtig und schnell zu handeln.
Tatsächlich zeigt die Praxis, dass anatomische und physiologische Besonderheiten bei Kindern spezielle Kenntnisse erfordern. Unquestionably ist ein allgemeiner Erste-Hilfe-Kurs nicht ausreichend für Personen, die täglich mit Kindern arbeiten. Deshalb bietet unser speziell zugeschnittener DGUV Erste-Hilfe-Kurs das nötige Wissen und die praktischen Fertigkeiten, um in Notfallsituationen souverän agieren zu können.
Besonders wichtig sind dabei die lebensrettenden Sofortmaßnahmen wie die korrekte Beurteilung von Bewusstsein und Atmung, die richtige Durchführung der stabilen Seitenlage sowie die altersgerechte Reanimation. Ebenso entscheidend ist das frühzeitige Erkennen von akuten Erkrankungen und die sachgemäße Versorgung von Verletzungen.
Der wohl wichtigste Aspekt bleibt jedoch: Jede Hilfe ist besser als keine Hilfe. Furchtsamkeit oder Unsicherheit dürfen uns nicht davon abhalten, im Notfall zu handeln. Dennoch können wir durch regelmäßige Auffrischung unserer Kenntnisse und praktisches Üben Sicherheit gewinnen. Folglich empfehlen wir, den DGUV Erste-Hilfe-Kurs alle zwei Jahre zu wiederholen.
Darüber hinaus sollten alle Betreuungseinrichtungen einen klaren Notfallplan haben, der die Zuständigkeiten regelt und sicherstellt, dass sowohl die Erstversorgung des betroffenen Kindes als auch die Aufsicht über die anderen Kinder gewährleistet ist. Ebenso muss die Erste-Hilfe-Ausstattung vollständig, leicht zugänglich und allen Mitarbeitern bekannt sein.
Alles in allem gibt uns ein fundierter DGUV Erste-Hilfe-Kurs die nötige Handlungssicherheit und das Wissen, um im Ernstfall richtig zu reagieren. Auf diese Weise können wir einen wesentlichen Beitrag zum Schutz und zur Sicherheit der Kinder in unseren Bildungseinrichtungen leisten. Unser Motto bleibt: Übung schafft Sicherheit – und jede Minute zählt!
Key Takeaways
Diese wichtigsten Erkenntnisse helfen Ihnen, im Notfall mit Kindern richtig und sicher zu handeln:
• Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – Anatomische Besonderheiten erfordern angepasste Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Atmung, Reanimation und Lagerung
• Bei Reanimation gilt: Erst beatmen, dann drücken – Anders als bei Erwachsenen beginnt die Wiederbelebung bei Kindern mit 5 initialen Atemspenden
• Eigenschutz hat Vorrang – Nur ein unverletzter Helfer kann wirklich helfen; Unfallstelle absichern und andere Kinder betreuen lassen
• Regelmäßige Auffrischung alle 2 Jahre – DGUV Erste-Hilfe-Kenntnisse müssen kontinuierlich trainiert werden, um im Ernstfall sicher handeln zu können
• Jede Hilfe ist besser als keine Hilfe – Zögern Sie nicht zu handeln; der einzige Fehler ist, nicht zu helfen
Ein fundierter DGUV Erste-Hilfe-Kurs für Betreuungseinrichtungen vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern trainiert praktische Fertigkeiten für den Ernstfall. Denn wenn es um die Sicherheit unserer Kinder geht, zählt jede Sekunde – und die richtige Vorbereitung kann Leben retten.
FAQs
Q1. Wie oft sollte ein DGUV Erste-Hilfe-Kurs für Betreuungseinrichtungen wiederholt werden? Es wird empfohlen, den DGUV Erste-Hilfe-Kurs für Betreuungseinrichtungen alle zwei Jahre zu wiederholen. Regelmäßige Auffrischung ist wichtig, um die Handgriffe und Abläufe im Notfall abrufbar zu halten.
Q2. Was sind die wichtigsten Unterschiede bei der Ersten Hilfe für Kinder im Vergleich zu Erwachsenen? Kinder haben anatomische und physiologische Besonderheiten, die spezielle Erste-Hilfe-Maßnahmen erfordern. Zum Beispiel beginnt die Reanimation bei Kindern mit 5 initialen Atemspenden, der Kopf wird bei Säuglingen in Neutralposition gehalten und die Drucktiefe bei Herzdruckmassage beträgt etwa ein Drittel des Brustkorbs.
Q3. Welche Erste-Hilfe-Ausstattung sollte in einer Kita oder Schule vorhanden sein? Eine Bildungseinrichtung sollte mindestens einen Verbandkasten nach DIN-Norm, Einmalhandschuhe, Beatmungshilfen, Kühlkompressen und idealerweise einen AED mit Kinder-Elektroden sowie eine Zahnrettungsbox bereithalten. Die Standorte dieser Materialien müssen allen Mitarbeitern bekannt sein.
Q4. Wie geht man bei einem Zahnunfall bei Kindern richtig vor? Bei einem Zahnunfall sollte der ausgeschlagene Zahn nur an der Krone angefasst und nicht gereinigt werden. Er muss sofort feucht gelagert werden, idealerweise in einer Zahnrettungsbox oder alternativ in H-Milch. Eine schnelle zahnärztliche Vorstellung ist entscheidend für den Zahnerhalt.
Q5. Was sind die wichtigsten Warnzeichen bei Kopfverletzungen von Kindern? Wichtige Warnzeichen bei Kopfverletzungen von Kindern sind wiederholtes Erbrechen nach dem Unfall, zunehmende Schläfrigkeit oder Bewusstseinstrübung, auffällige Wesensveränderung sowie starke Kopfschmerzen oder anhaltender Schwindel. Bei Auftreten dieser Symptome sollte unverzüglich der Notruf gewählt werden.



